Wie werde ich ein Freimaurer?


Zirkel und Winkel

„Suche, so wirst du finden!
Bitte, so wird dir gegeben!
Klopfe an, so wird dir aufgetan!“

 

Dieser Satz aus einem Ritualtext der Freimaurer beantwortet im Grunde genommen kurz und bündig die Frage: Wie werde ich ein Freimaurer? Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht, oder doch?

Einige Menschen suchen jahrelang nach Kontakt zu einer Loge und wundern sich, dass wir im Telefonbuch und sogar im Internet stehen. Das sind unsere Zugeständnisse an die heutige Zeit. Wenn jemand uns sucht, müssen wir uns auch finden lassen!
Andere Menschen warten lange Zeit und wundern sich, dass niemand sie anspricht.
Das wiederum liegt daran, dass wir Freimaurer nicht aktiv nach Mitgliedern suchen, keine Akquise betreiben. Suche, so wirst du finden! 

Was aber bewegt einen Menschen überhaupt sich mit dem Gedanken zu tragen, einer Bruderschaft beizutreten, deren offizielles Gründungsjahr mit 1717 angegeben wird? Wo wir uns doch im 21. Jahrhundert befinden, die Wurzeln unserer Bruderschaft aber über die mittelalterlichen Bauhütten und christlichen Ritterorden, bis hin zu den Mysterienbünden der Antike reichen.

Vielleicht plagen ihn Fragen nach dem Sinn des Daseins!

Er sucht Zusammenhänge zwischen Weltgeschehen und Gerechtigkeit!

Eventuell sinniert er über die Stellung eines Gottes in diesem Zusammenspiel der Kräfte?

Zu guter Letzt wird sich ein wahrhaft Suchender immer die eine Frage stellen: Ist das alles???

  • Es gibt Dinge, die er in der Welt tun und bewegen möchte!

  • Es gibt Dinge, die er in seinem innersten Selbst tun möchte!

  • Er möchte sich mit Menschen umgeben, die ebenso denken und ihn dafür mögen und respektieren!

 

Hier angekommen, kann der Suchende sich den verschiedenen östlichen Weisheitsschulen anschließen, die in genügender Zahl auch in unseren Breiten bereits anzutreffen sind. Doch nicht selten erfahren die westlichen Menschen diese Lehrarten als fremd, nicht zu ihnen gehörig.
Gut, dass es eine westliche Alternative, einen westlichen Erkenntnisweg des Lernens und der Initiation gibt. Die Freimaurerei ermöglicht in mehreren aufsteigenden Graden Einführungen in die Gedanken- und Vorstellungswelt antiker Mysterienbünde und Steinmetzbruderschaften. Resultierend aus dem dort vermittelten Wissen, wird der Freimaurer beginnen, die angestrebten Ideale zu leben und evtl. auf seine Umwelt positiv einzuwirken. Er wird bereit sein zu wachsen und zu lernen, denn dies ist das Grundgesetz aller Natur. Das Wissen und die Bereitschaft für diesen Tempelbau des eigenen Lebens, den geistigen Aufbau der Freimaurerei, ist für jeden Bruder unerlässlich.
Allerdings sollte er nicht nur gewillt sein zu nehmen, sondern auch bereit sein zu geben! Die Loge erwartet von ihm, dass er bereit ist zuzuhören, sich an Diskussionen zu beteiligen und seiner Bruderschaft die ihr zustehende Zeit zu widmen. Die Teilnahme an den Tempelarbeiten sollte im Rahmen der Möglichkeiten Pflicht sein!
Ist er zu all dem bereit, ist es Zeit, Kontakt zu einer Loge zu suchen, die ihn sicherlich freundlich empfangen wird und nach Informationen zu fragen. Bitte, so wird dir gegeben!

Der Suchende hat von nun an die Möglichkeit die Loge und ihre Mitglieder näher kennen zu lernen, auch wenn ihm der Zutritt zum Tempel noch verwehrt bleibt. Der ein oder andere Bruder wird ihm ein privates Treffen zum näheren Kennenlernen vorschlagen und erfragen, warum er denn dem Bruderbunde beitreten möchte.
Ist diese Phase des gegenseitigen Beschnupperns abgeschlossen, hat der jetzt wild Entschlossene noch eine Hürde zu nehmen: Er muss einen Bürgen finden, ein Mitglied der Loge also, das die Hand für ihn ins Feuer legt, bis er freigesprochen und selber Meister wird.
Ist auch dieses Hindernis überwunden, Aufnahmeantrag und Abstimmung der Mitglieder positiv beschieden, wird er sich irgendwann vor der Tür unseres Kölner Tempels befinden und mehr oder weniger zaghaft an die Tür pochen.  Klopfe an, so wird dir aufgetan!


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