Glossar Freimaurerei

Das Kölner Wandbild im Bankettsaal

Wichtige Begriffe der Freimaurerei

Allmächtiger (oder Großer) Baumeister aller Welten Symbol für Gott oder das Göttliche, für ein Schaffensprinzip, für den Ursprung aller Ethik.

Alte Pflichten oder→Konstitutionen der Freimaurer von 1723: früheste Regelsammlung der Vereinigten Logen von London.

Aufnahme auch→Initiation oder Lichtgebung oder Einweihung: Ritual zur Aufnahme in die Loge in den Lehrlingsgrad.

Bauhütte siehe Loge

Beförderung: Wechsel vom Lehrlings- zum Gesellengrad

Bruder Anrede von Freimaurern untereinander, Zeichen von Gleichheit und enger Verbindung, desgl. Bruderbund und Bruderschaft.

Buch des heiligen Gesetzes Symbol für die Verpflichtung zum ethischen Handeln, meist die Bibel, je nach Aufnahme auch Koran oder Talmud, in vielen französischen Logen ein leeres, unbedrucktes Buch, in dem jeder sinnbildlich seine Regeln religionsunabhängig erblickt.

Droit Humain größte→gemischte Loge

Einweihung siehe Aufnahme

Erhebung Wechsel vom Gesellen- zum Meistergrad
Erkennungszeichen: noch heute gebräuchliche, aus den mittelalterlichen Bauhütten übernommene Gesten, um sich als reisender Handwerker seines Grades auszuweisen.

Frauen sind in den Logen englischer Systeme zu den Ritualarbeiten nicht zugelassen, aber es gibt auch gemischte und reine Frauenlogen.

Freimaurer, Freimaurerei, Maurer im Mittelalter „freestone mason“, d.h. Steinmetz für freistehende Figuren. Neuzeitlich: Mitglied einer Loge; der Begriff Freimaurer ist nicht gesetzlich geschützt.

Freimaurerorden christliche Richtung der Freimaurerei, organisiert in der Großen Landesloge von Deutschland.

Geheim auch Geheimnis und Geheimhaltung: Pflicht zur Verschwiegenheit über die Erkennungszeichen, die Rituale und die inneren Vorgänge einer Loge.

Gemischte Logen Männer und Frauen als Logenmitglieder, → Droit Humain

Geselle zweiter Grad, den man durch die→Beförderung erwirbt

Glatter Stein Symbol des bearbeiteten Steins, eines Menschen, der sich vervollkommnet hat.

Grad Vertiefung freimaurerischen Gedankengutes in drei oder mehr Stufen.

Großloge Zusammenschluß von Logen eines Landes

Großmeister demokratisch gewählter Vorsitzender einer→Großloge

Hochgradfreimaurerei Freimaurersysteme mit mehr als drei Graden, zum Beispiel→schottischer Ritus oder York Ritus

Humanistische Freimaurerei religionsübergreifende Freimaurerei, d.h. Aufnahme von Christen, Muslimen, Juden u.s.w. , in Deutschland organisiert als Großloge der alten, freien und angenommenen Maurer von Deutschland.

Illuminaten(-orden) nicht-freimaurerischer Geheimorden zwischen 1776 und 1785 zur Hebung der Tugend und zur politischen Einflussnahme

Initiation siehe Aufnahme

Johannes-Freimaurerei Systeme, die in den drei Graden arbeiten, benannt nach Johannis dem Täufer, dem Patron der mittelalterlichen Bauleute

Königliche Kunst Umschreibung für die Freimaurerei als höchste und beste Art der Lebensführung.

Konstitutionen →alte Pflichten

Lehrling erster und unterster Grad, den man durch seine Aufnahme in die Loge erwirbt.

Loge 1. Versammlungsraum, in dem die Ritualarbeiten oder Tempelarbeiten stattfinden, 2. die Gesamtheit der Brüder vor Ort, 3. die jeweilige Arbeit im Tempel, zum Beispiel Loge im ersten Grad für eine Arbeit im Lehrlingsgrad, bei 1. und 2. auch Bauhütte.

Meister dritter Grad durch Erhebung vom Gesellen zum Meister.

Meister vom Stuhl demokratisch gewählter Vorsitzender einer Loge.

Operative Maurerei das mittelalterliche, handwerkliche Baugewerbe.

Orient symbolischer Ort im Osten zur aufgehenden Sonne und zum Licht hin.

Rauer Stein Symbol für den unvollkommenen Menschen, der er an sich selbst arbeiten muss.

Ritual, Ritus feierliches Wechselgespräch und symbolische Handlungen im Tempel.

Rosenkreuzer nicht-freimaurerische, spirituelle Geheimlehre, die sich mit Magie, Astrologie und Alchemie beschäftigt.

Schottischer Ritus freimaurerische Hochgradsysteme mit bis zu 33 Graden, die besonders Ritter- und Templersymbolik verwenden.

Spekulative Maurerei in der Neuzeit die allmähliche, symbolische und rituelle Umformung des Handwerks zu einem ethischen Männerbund, der Freimaurerei.

Spitzhammer Symbol für die Arbeit am→rauhen Stein.

Unser Logenabzeichen „Bijou“ mit den Domtürmen und den allsehenden Auge

Suchender am Eintritt in die Freimaurerei interessierter Mann, der an mehreren Informationsabenden, sog. Suchendenabende, der Loge teilgenommen hat.

Symbol Zeichen oder Sinnbild für etwas nicht Wahrnehmbares, Abstraktes ; die Bedeutung ist nicht genau festgelegt aber doch oft unmittelbar einsichtig, auch über Sprachbarrieren hinweg. Beispiele: Winkelmaß, Zirkel, der raue Stein.

Tempel abgeschlossener, entsprechend eingerichteter Raum, in dem unter Ausschluss der Öffentlichkeit die rituellen Arbeiten stattfinden.

Tempel Salomons aus dem alten Testament übernommen, jetzt der aus den eingefügten glatten Steinen bestehende symbolische Tempel der Humanität.

United Grand Lodge of England, UGLE Großloge in London, die traditionell über die Regularität der Logen weltweit wacht.

Vereinigte Großlogen von Deutschland Dachverband der fünf in Deutschland arbeitenden Großlogen verschiedener Richtungen (humanistisch, christlich u.s.w.) , soweit sie von der UGLE anerkannt werden.

Weltbruderkette Symbol für die weltumspannende Freimaurerei und das gegenseitige Besuchsrecht

Winkelmaß, rechter Winkel Symbol für rechte und rechtwinklige Lebensführung

Winkelwaage veraltetes Gerät zur Messung einer Horizontalen, das Symbol für die Gleichheit der Menschen

Zirkel Symbol für umfassende Menschenliebe